Spürst du die kognitiven Veränderungen deiner Eltern oder Großeltern und machst dir Sorgen um ihre geistige Fitness? Möchtest du ihnen helfen, ihre geistigen Fähigkeiten zu stärken und ihr Wohlbefinden zu fördern? Bereits kleine Veränderungen im Alltag und gemeinsame Aktivitäten können einen bedeutenden Unterschied machen.
Im Folgenden findest du konkrete Maßnahmen, mit denen du die kognitive Gesundheit deiner Angehörigen unterstützen kannst.
Soziale Aspekte und Lifestyle
- Geselligkeit fördern: Regelmäßige soziale Interaktionen sind essenziell für die geistige Gesundheit. Besuche deine Angehörigen regelmäßig oder hilf ihnen, einer Gruppe – zum Beispiel einer Lese-, Garten oder Kreativgruppe – beizutreten. Gemeinsame Aktivitäten können Isolation verhindern und geistige Anregung bieten.
- Regelmäßiges Gehirntraining: Puzzles, Kreuzworträtsel, Sudoku und Denksportaufgaben sind ausgezeichnete Möglichkeiten, das Gehirn aktiv zu halten. Diese Aktivitäten fördern das logische Denken und die Problemlösungsfähigkeiten.
- Lebenslanges Lernen: Ermutige deine Angehörigen, neue Fähigkeiten oder Hobbys zu erlernen. Das könnte zum Beispiel ein neues Instrument oder das Malen sein.
- Guter Schlaf: Ausreichender und qualitativ hochwertiger Schlaf ist für die kognitive Funktion entscheidend. Schlafmangel kann zu Gedächtnisproblemen und verminderter Aufmerksamkeit führen. Eine regelmäßige Schlafroutine und eine angenehme Schlafumgebung können den Schlaf verbessern.
Bewegung und körperliche Aktivität
- Regelmäßige Bewegung: Bewegung verbessert die Durchblutung im Allgemeinen und die Gehirndurchblutung im Speziellen. Außerdem fördert sie die Freisetzung von Endorphinen. Körperliche Aktivitäten wie Gehen, Schwimmen, Tanzen oder Yoga haben somit nachweislich positive Effekte auf unsere geistige Gesundheit.
- Gehirntraining durch Sport: Aktivitäten, die sowohl körperliche als auch geistige Anstrengung erfordern, wie beispielsweise das Tanzen, sind besonders effektiv. Sie fördern Koordination und Konzentration. Diesbezüglich könnte zum Beispiel an Line Dance- oder auch Yoga-Dance-Kursen teilgenommen werden.
Ernährung und Flüssigkeitszufuhr
- Nährstoffe für das Gehirn: Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist für die kognitive Gesundheit unerlässlich. Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren (enthalten in Fisch), Antioxidantien (in Obst und Gemüse) und Vitamine (wie B-Vitamine und Vitamin E) sind besonders wichtig. Probiere gemeinsam mit deinen Angehörigen zum Beispiel Haferflocken-Porridge mit Beeren und Nüssen als Frühstück und ein Lachsfilet mit Spinat und Quinoa zum Mittagessen.
- Hydration: Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, da Dehydration die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen kann. Deine älteren Angehörigen sollten deshalb darauf achten, genug Wasser zu trinken.
Gesundheitsvorsorge
- Regelmäßige Gesundheitschecks: Regelmäßige Besuche beim Arzt und präventive Gesundheitsuntersuchungen können helfen, gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Die Förderung der kognitiven Gesundheit im Alter erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der geistige, soziale, physische und emotionale Aspekte einschließt. Mit gezielten Maßnahmen und individuellem Eingehen auf die Bedürfnisse deiner Angehörigen kannst du zu ihrer kognitiven Gesundheit beitragen und sie ermutigen, neue Dinge auszuprobieren und aktiv zu bleiben.
Trotzdem: Vergiss bei der Unterstützung deiner Angehörigen nicht dich selbst! Nimm dir ausreichend Zeit für die Dinge die dir guttun und sprich auch mit Freund:innen oder Familienangehörigen über deine Gedanken und eventuellen Belastungen. Scheue dich im Zweifel auch nicht, professionelle Hilfe anzufragen.
Weiterführende Informationen erhältst du beispielsweise in diesen spannenden Studien zu Tanztherapie und zu Bewegung und Gehirngesundheit im Alter.