Wie unser Körper mit uns spricht

Sprichwörter wie “Das geht mir an die Nieren”, “Das stößt mir sauer auf”, und “Auf dem Zahnfleisch kriechen” spiegeln eine tiefe Verbindung zwischen Körper und Emotionen wider. Diese Redewendungen sind nicht nur metaphorisch, sondern haben auch eine gewisse biologische Grundlage. Welche das ist, schauen wir uns genauer an.

“Das geht mir an die Nieren”

Dieses Sprichwort bedeutet, dass etwas sehr belastend oder schädlich ist. Die Nieren sind lebenswichtige Organe, die unter Stress oder emotionalen Belastungen tatsächlich leiden können. Chronischer Stress kann den Blutdruck erhöhen, was die Nierenfunktion beeinträchtigen kann. Auch psychosomatische Beschwerden, bei denen psychische Belastungen sich körperlich manifestieren, können Nierenprobleme verursachen.

“Das stößt mir sauer auf”

Diese Redewendung wird verwendet, wenn etwas unangenehm oder ärgerlich ist. Sie hat eine direkte Verbindung zu unserem Verdauungssystem. Stress oder Ärger kann die Magensäureproduktion erhöhen, was zu Sodbrennen oder saurem Aufstoßen führt. Der Magen reagiert empfindlich auf emotionale Zustände und unangenehme Gefühle können sich in Form von Verdauungsproblemen äußern.

“Auf dem Zahnfleisch kriechen”

Dieses Sprichwort beschreibt extreme Erschöpfung. Wenn man “auf dem Zahnfleisch kriecht”, ist man so erschöpft, dass man kaum noch weitermachen kann. Körperliche Erschöpfung kann tatsächlich das Immunsystem schwächen, was zu Zahnfleischentzündungen und anderen gesundheitlichen Problemen führen kann. Außerdem spricht die Redewendung dafür, dass der Körper in extremen Stresssituationen auf „Notbetrieb“ schaltet und nur noch das Allernötigste funktioniert.

Wie genau kommuniziert unser Körper mit uns?

Unser Körper sendet ständig Signale, die uns auf unser allgemeines Wohlbefinden aufmerksam machen sollen, wie beispielsweise durch Schmerzen, Unwohlsein, Müdigkeit, Verdauungsprobleme oder andere Symptome. Diese Signale sind Warnungen, dass etwas in unserem Leben aus dem Gleichgewicht geraten ist, sei es physisch, emotional oder mental.

  • Stress: Kann sich in zum Beispiel in Form von Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, Magenproblemen oder Schlafstörungen äußern.
  • Emotionale Belastung: Kann zu Appetitlosigkeit, erhöhter Herzfrequenz, Zittern oder sogar Atembeschwerden führen.
  • Überlastung: Kann Erschöpfung, Konzentrationsprobleme und eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen verursachen.

Die beschriebenen Redewendungen sind also nicht nur sprachliche Bilder, sondern basieren auf der Tatsache, dass unser Körper und unsere Psyche eng miteinander verknüpft sind. Wenn der Körper also zu uns “spricht”, sollten wir darauf hören, um ernstere gesundheitliche Probleme zu vermeiden.