Das Omega-6 und Omega-3 Verhältnis verstehen

Das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren ist ein bedeutsames Thema in der Ernährung, da es langfristig Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Insbesondere im Hinblick auf Entzündungen und chronische Erkrankungen ist es wichtig ein Augenmerk auf das ideale Verhältnis zu haben.

Was sind Omega-6 und Omega-3-Fettsäuren?

  • Omega-6-Fettsäuren:
    Sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die in vielen pflanzlichen Ölen vorkommen (z. B. Sonnenblumen-, Mais- und Sojaöl). Die wichtigste Omega-6-Fettsäure ist Linolsäure, die im Körper in Arachidonsäure umgewandelt werden kann.
  • Omega-3-Fettsäuren:
    Sind ebenfalls mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die vor allem in fettem Fisch, Leinsamen, Walnüssen und Chiasamen vorkommen. Wichtige Formen sind Alpha-Linolensäure (ALA), Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA).

Beide sind essenziell, was bedeutet, dass der Körper sie nicht selbst herstellen kann und sie über die Nahrung aufgenommen werden müssen.

Warum ist das Verhältnis wichtig?

Das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 beeinflusst das Gleichgewicht zwischen entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Prozessen im Körper. Omega-6 kann entzündungsfördernde Stoffe (z. B. Prostaglandine) bilden, während Omega-3 eher entzündungshemmend wirkt. Ein ideales Verhältnis wird oft mit 2:1 bis 4:1 (Omega-6:Omega-3) angegeben. In westlichen Ernährungsweisen liegt dieses Verhältnis jedoch oft bei 10:1 bis 20:1, was mit einem erhöhten Risiko für chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Entzündungen in Verbindung gebracht wird.

Worauf sollte man achten?

  1. Achte darauf, das Verhältnis verbessern und nicht nur die Gesamtmenge senken.
    • Reduziere die Aufnahme von Omega-6-reichen Lebensmitteln (z. B. stark verarbeiteten Speiseölen, Fertiggerichte)
    • Erhöhe die Aufnahme von Omega-3-reichen Lebensmitteln (z. B. fetter Fisch, Leinöl, Walnüsse)
  2. Die Qualität der Fette ist entscheidend.
    • Achte auf kaltgepresste Öle und vermeide gehärtete Fette
    • Vermeide Transfette, die in vielen industriell verarbeiteten Lebensmitteln vorkommen
  3. Versuche Omega-3-Quellen gezielt zu integrieren.
    • Pflanzliche Quellen: Leinsamen, Chiasamen, Walnüsse, Hanfsamen
    • Tierische Quellen: Lachs, Makrele, Hering, Sardinen
    • Nahrungsergänzung: Hochwertige Fisch- oder Algenölkapseln können helfen, insbesondere für Menschen, die keinen Fisch essen

Übersicht geeigneter Lebensmittel zur Optimierung des Verhältnisses

Omega-6-reiche Lebensmittel:

  • Sonnenblumenöl
  • Maiskeimöl
  • Sojaöl
  • Fertiggerichte und Fast Food

Omega-3-reiche Lebensmittel:

  • Fisch: Lachs, Makrele, Hering, Sardinen
  • Pflanzliche Öle: Leinöl, Walnussöl, Hanföl, Rapsöl
  • Samen und Nüsse: Leinsamen, Chiasamen, Walnüsse, Hanfsamen
  • Andere: Algen (als Quelle für DHA und EPA)

Lebensmittel mit ausgeglichenem Verhältnis:

  • Rapsöl (enthält moderate Mengen an Omega-6 und relativ viel Omega-3)
  • Walnüsse (gutes Omega-6 zu Omega-3-Verhältnis)

Fazit: Balance finden für langfristige Gesundheit

Ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren ist wichtig für die Gesundheit, insbesondere um Entzündungen zu reduzieren und chronischen Erkrankungen vorzubeugen. Der Fokus sollte darauf liegen, Omega-6-reiche Lebensmittel zu reduzieren und gezielt Omega-3-Quellen in die Ernährung einzubauen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit fettem Fisch, pflanzlichen Samen und hochwertigen Ölen ist dabei der Schlüssel zu einer ausgewogenen Balance.

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