Glückshormone wie Endorphine und Dopamin sind Neurotransmitter, die das Wohlbefinden steigern, Schmerzen lindern und Motivation sowie Freude fördern. Beim Sport werden diese Hormone verstärkt ausgeschüttet, wodurch der bekannte Effekt des „Runner’s High“ entsteht – ein Zustand gesteigerter Euphorie und Zufriedenheit. Wie das konkret aussieht und welche positiven Effekte für unsere Gesundheit dabei entstehen, erfährst du in diesem Beitrag.
Ausschüttung von Endorphinen
Endorphine sind körpereigene Opiate, die an den Opioidrezeptoren im Gehirn wirken und die Schmerzempfindung dämpfen. Ihre Ausschüttung erfolgt vor allem bei länger andauernden, intensiven sportlichen Aktivitäten.
Mechanismus der Endorphinausschüttung:
- Stressreaktion des Körpers: Sport wird vom Körper zunächst als eine Belastung empfunden. Dadurch aktiviert der Hypothalamus die Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse).
- Ausschüttung von Endorphinen: Die Hypophyse setzt Endorphine frei, die an Opioidrezeptoren andocken und Schmerzen lindern sowie ein Gefühl der Euphorie erzeugen.
- Schmerzlinderung: Endorphine reduzieren die Weiterleitung von Schmerzsignalen im zentralen Nervensystem, wodurch Sport auch bei hoher Belastung angenehmer wird.
Ausschüttung von Dopamin
Dopamin ist ein zentraler Botenstoff im Belohnungssystem des Gehirns und für Motivation, Antrieb und das Gefühl von Belohnung zuständig. Sport führt zu einer vermehrten Dopaminausschüttung, was das Wohlbefinden steigert und langfristig die Motivation zu wiederholtem Training erhöht.
Mechanismus der Dopaminausschüttung:
- Belohnungssystem: Körperliche Aktivität aktiviert das mesolimbische System, insbesondere den ventralen Tegmentumbereich (VTA) und das Striatum, wo Dopamin freigesetzt wird.
- Erhöhte Motivation: Die Dopaminfreisetzung vermittelt ein Gefühl der Belohnung und steigert die Bereitschaft, ähnliche Aktivitäten zu wiederholen.
- Langfristige Effekte: Regelmäßiger Sport erhöht die Empfindlichkeit der Dopaminrezeptoren, wodurch schon moderate Aktivität Freude bereiten kann.
Zusammenspiel von Endorphinen und Dopamin
Während Endorphine akute Effekte wie Schmerzlinderung und kurzfristige Euphorie bewirken, sorgt Dopamin langfristig für Antrieb und Motivation. Das Zusammenspiel dieser Hormone erklärt, warum Sport nicht nur während der Aktivität angenehm ist, sondern auch langfristig eine positive Wirkung auf die Stimmung hat.
Weitere Faktoren bei der Hormonfreisetzung
- Serotonin: Ebenfalls ein Glückshormon, das beim Sport ausgeschüttet wird und zur Entspannung sowie besseren Stimmung beiträgt.
- Noradrenalin: Trägt zur Wachsamkeit und Konzentration bei.
- Kortisol: Wird anfangs erhöht, sinkt aber bei regelmäßigem Training langfristig ab, was Stress reduziert.
Wie du siehst lohnt es sich nicht nur für die körperliche Fitness und physische Gesundheit mit dem Training am Ball zu bleiben, sondern auch um dich mit positiven Gefühlen rundum wohlzufühlen.
Lerne mehr über die Rolle der Endorphin- und Dopaminausschüttung durch Bewegung bei der Verbesserung der psychischen Gesundheit.