Hast du schon mal darüber nachgedacht, was mentale Gesundheit eigentlich bedeutet oder wo du ihr in deinem Leben begegnest? Sie hat keine Farbe oder Form, du kannst sie nicht anfassen und trotzdem beeinflusst sie dich jeden Tag: Sie bestimmt darüber, wie du im Alltag denkst, fühlst oder dich verhältst. Sie bestimmt die Art und Weise deines Lebensstils, deine Fähigkeit, Beziehungen einzugehen oder auch deinen Umgang mit Stress.
Mentale Gesundheit ist unsichtbar und doch so allgegenwärtig, weil du ihr jeden Tag deines Lebens begegnen wirst! Welche Beziehung hast du zu deiner mentalen Gesundheit? Ist es eine fürsorgliche oder kritische Beziehung? Wir alle haben bestimmte Bilder im Kopf, wenn wir an „mentale Gesundheit“ denken – und nicht alle davon sind positiv. Wir leben in einer Zeit, in der dieses Thema an Bedeutung gewinnt und mitten in unserer Gesellschaft angelangt ist. Diese Entwicklung ist sehr nachvollziehbar, wenn wir uns die Zahlen anschauen: Wusstest du, dass jeder dritte Mensch im Laufe seines Lebens an einer psychischen Erkrankung leidet? Es wird deutlich, dass psychische Belastungen weit verbreitet sind und schon lange kein Randgruppenphänomen mehr darstellen. Genau aus diesem Grund ist es wichtig, dass du dich mit deiner mentalen Gesundheit auseinandersetzt – und am besten nicht erst dann, wenn es zu spät ist. Wir können nämlich eine ganze Menge tun, um unsere mentale Gesundheit zu stärken!
Wenn du deine psychische Widerstandsfähigkeit (auch „Resilienz“ genannt) förderst, kannst du einen Schutz vor psychischen Erkrankungen aufbauen und deine mentale Gesundheit vorbeugend stärken. Resiliente Persönlichkeiten haben ganz bestimmte Eigenschaften, die ihnen helfen, Krisen gut zu überstehen und gestärkt aus ihnen herauszugehen: Sie scheuen sich beispielsweise nicht davor, Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen und bewusst aus der passiven Opferrolle auszutreten. Es geht dabei darum, dass du das Gefühl hast, deine Situation beeinflussen zu können und einen aktiven Beitrag für dein Wohlbefinden zu leisten. Stelle dir also folgende Frage: In welchem Bereich kann ich Verantwortung für meine Bedürfnisse und Wünsche übernehmen? Wo schiebe ich die Schuld anderen in die Schuhe und ziehe mich aus der Verantwortung? Je öfter du die Verantwortung für die kleinen oder großen Dinge in deinem Leben anerkennst, desto aktiver kannst du deine aktuelle Situation beeinflussen und deine mentale Gesundheit stärken.
Der innere Check-In
Um deine mentale Gesundheit zu stärken, ist es hilfreich, eine gute Beziehung zu dir selbst aufzubauen, indem du dich und deine Bedürfnisse kennenlernst. Denn im stressigen Alltag verlieren wir häufig völlig den Blick für uns selbst – wir sind dauerhaft abgelenkt und merken erst, dass es uns nicht gut geht, wenn schon etwas weh tut oder wenn wir unendlich gestresst sind. Mache also öfter mal einen inneren Check-In: Schließe dafür deine Augen, nimm 3 tiefe Atemzüge und stelle dir die Frage „Wie geht es mir gerade in diesem Moment?“. Spüre in dich hinein und achte auf die körperlichen Empfindungen, ohne sie zu bewerten. Nimm deine Gefühle und Gedanken wahr und stelle dir vor, wie du aus der Beobachterperspektive auf dich raufschaust. Mache diese kleinen Check-In regelmäßig, um herauszufinden, was du brauchst und wie du deine Bedürfnisse im Laufe des Tages erfüllen kannst.